Wie du an deinem Traum dranbleibst (auch wenn einiges dagegen spricht)

„Naja, das war nicht so doll. Als Trainerin bist du eher etwas dröge.“

(… und das leise Geräusch, wenn ein Traum zerplatzt …)

Ich stehe auf dem Parkplatz. Der Satz fährt mir mitten ins Herz. Völlig unvermittelt und ohne Ankündigung gibt mir mein Chef sein Feedback.

Ich höre schon gar nicht mehr richtig zu. Weil ich es nicht kann. Seine Sätze rauschen an mir vorbei. Er sagt irgendetwas, das darauf hinaus läuft, dass er meine „Performance“ als Trainerin nicht zufriedenstellend fand.

Und ich stehe da, versuche, das zu verarbeiten und cool zu wirken.

Nur nichts anmerken lassen! Wenigstens jetzt professionell wirken. Mir keine Blöße geben.

Ich habe gerade gemeinsam mit meinem Chef ein 3-Tages-Seminar geleitet. Ich bin eigentlich zu krank dafür, aber das habe ich so gut versteckt, dass es niemand merkt.

Ich bin unglaublich erschöpft. Und unglaublich stolz auf mich, diese 3 Tage überlebt zu haben. Mit viel zu wenig Schlaf, weil die Abendveranstaltungen immer so lang sind. Mit Pausen, in denen ich Mails beantworten und an anderen Projekten arbeiten muss.

Ich steige in sein Auto und überlebe auch noch die ca 2-stündige Rückfahrt.

Als ich aussteige, habe ich beschlossen, als Trainerin ungeeignet zu sein.

Weil ich es offensichtlich nicht kann.

Denn diese Rückmeldung war nicht die erste. Und mein Chef war ein exzellenter Trainer. Er musste es ja wissen, oder?

Und um ehrlich zu sein: Ich spürte ich es auch in jedem Seminar. Ich fühlte mich unwohl. Ich war schrecklich gehemmt. Alles kostete mich so unendlich viel Energie. Ich hatte nichts zu geben.

Für die nächsten 2 Jahre arbeitete ich nur noch im BackOffice. Ich entwickelte Workshop-Konzepte für andere Trainer. Tief in mir der Schmerz darüber, nicht machen zu können, was ich eigentlich will.

Das hatte Auswirkungen auf meine ganze Arbeit – und meine Person. Ich glaubte, weniger wert zu sein, weniger wertvolle Arbeit zu leisten.

Mein Schwung war weg. Meine Unbedarftheit, mit der ich gestartet war, wich einem ständigen Selbstzweifel: Was, wenn ich einfach nicht so gut war, wie ich dachte? Nicht so gut wie die anderen?  Ich sicherte mich ab, wenn ich etwas Neues tat. Ich hatte Angst, etwas falsch zu machen. Ich vermied Herausforderungen.

Ich machte mich klein.

 

Szenenwechsel:

Die Türklingel geht. Ich laufe aus dem Seminarraum, springe die Treppenstufen herunter und öffne die Tür: Da stehen sie! Meine Workshop-Teilnehmer!

Ich fühle mich, als hätte ich Geburtstag. Und alle sind gekommen, mir zu gratulieren!

Es ist mein erstes Seminar, seitdem ich meinen Trainer-Traum begraben habe. Ich leite das Seminar alleine.

Ich gebe all meine Leidenschaft in das Seminar. Ich verstecke mich nicht, ich zeige mich, so wie ich bin: Eine Trainerin, die gerade startet.

Es wird großartig!

Ich habe so viel zu geben!

Was ist hier passiert?

Zwischen den beiden Seminar-Erlebnissen liegt ziemlich exakt ein Jahr.

In diesem Zeitraum habe ich etwas (wieder) gefunden:

Mein Vertrauen in mich selbst. Mein Glaube an mich und meine Träume.

Dieses „Selbst-Vertrauen“ entstand für mich vor allem aus:

KLARHEIT.

Die Klarheit, über das, was mir wirklich wichtig ist.

Ich hatte etwas gefunden, das gleichzeitig tief in mir und größer als ich war. Eine Art Vision, eine Art Mission. Ein erster Kontakt mit meiner Berufung. Ohne dass ich das schon so konkret benennen konnte, spürte ich es ganz deutlich. Hinter meinem Wunsch, als Trainerin zu arbeiten, stand etwas Größeres:

Es ist mein Traum, der Welt etwas geben zu können. Etwas, von dem ich wirklich überzeugt bin. Weil ich selbst erlebt habe, wie sehr es mir half. Etwas, das wichtiger ist, als meine Ängste und Zweifel.

Denn die hatte ich weiterhin. Nur waren sie nach hinten gerückt. Nicht mehr so wichtig. Statt den Fokus auf meine (inneren) Hürden und Hindernisse zu richten, hatte ich auf einmal diesen Fixstern:

Dieses klare Ziel vor mir! So leuchtend, alles überstrahlend, dass es mir leicht fiel, konsequent danach zu greifen.

Das war aber nicht alles.

Es gab noch etwas, das mir half, meinen Weg zu gehen:

Die Klarheit über das, was ich brauche, um meinen Traum umzusetzen.

Ich nenne dieses gerne mein Gespür. Du kannst es auch Intuition, Bauchgefühl, innere Stimme nennen. Jede von uns besitzt das – auch wenn du es vielleicht gerade überhaupt nicht spüren kannst!

Was ich meine, ist dein inneres „Navigationsinstrument“, das dich leitet. Mit diesem „inneren Kompass“ kann ich in jeder Situation ausloten, was mir gut tut, was mir hilft, meine Träume und Ziele weiter zu verfolgen.

Das ist echtes „Selbst-Bewusstsein“: zu wissen, wie du für dich sorgen kannst.

Mein Gespür half mir, rauszufinden, wie ich günstige Erfahrungen machen konnte. Erfahrungen, die herausfordernd und gleichzeitig händelbar für mich waren.

Meine erste günstige Erfahrung war dieses eine Seminar. Der Glücks-Moment, als ich „meinen“ Seminarteilnehmern die Tür öffnete, ist mir heute noch sehr präsent.

Ich habe danach weitere Seminare gegeben. In meinem Tempo, zu Bedingungen, die mir gut tun. Je mehr Erfahrungen ich gemacht habe, desto klarer und konsequenter wurde ich.

Der letzte Schritt, der Eintritt in meine Selbständigkeit als Berufungscoach war eine fast „logische“ Konsequenz.

Ehrlich: ich musste dafür nicht besonders mutig sein. Es ging leicht, denn:

Ich wusste: DAS IST ES! DAS WILL ICH! DAS MACHE ICH!

Seitdem ich meine Berufung lebe, ist viel passiert. Ich habe unglaublich viel über mich gelernt. Es ist durchaus herausfordernd, mein eigenes Ding zu machen. Immer wieder stehe ich vor Hürden und Grenzen (innere und äußere), die ich – und nur ich – bewältigen kann.

Ich habe viele Rückschläge erlebt. Auch privat. Ich war (und bin es immer wieder!) entmutigt, verzweifelt, kraftlos und ohne Orientierung.

Doch: ich habe noch NIE (das meine ich ernst: NIE) daran gezweifelt, dass ich meinen Weg finde.

Das ist eine meiner schönsten Erkenntnisse aus diesem Jahr.

All das geht meiner Meinung nach auf diese zwei Schlüsselelemente zurück, die du brauchst, um deine Berufung zu leben:

  1. Dein „Selbst-Vertrauen“: deine Klarheit über deine Ziele und Träume.
  2. Dein „Selbst-Bewusstsein“: dein Gespür, dass dir deinen ganz persönlichen Weg dahin zeigt.

Und was das konkret bedeutet, wie du diese beiden Elemente für dich entwickeln kannst, das möchte ich gerne mit dir teilen.

In meinem ersten Webinar! 🙂 (←Klick)

Am 01.12.2016 geht es los! Um 20 Uhr.

Denn ich möchte dazu beitragen, dass auch du an deinen Träumen festhältst! Ich möchte dich ermutigen, dran zu bleiben, auch wenn gerade vielleicht einiges dagegen spricht.

Darum habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, was genau DIR helfen kann, DEINEN Weg zu gehen.

Wenn du nun also …

  • gerne rausfinden möchtest, was du wirklich willst und wie du selbst dafür sorgen kannst, das auf deine Art zu erreichen
  • oder bereits einen Traum hast, und nicht weißt, wie du ihn wahr werden lassen kannst
  • wenn du merkst, dass du deine Ziele und Wünsche einschränkst und den Glauben an dich verlierst
  • du häufig mit Selbstzweifeln, Ängsten und Orientierungslosigkeit zu kämpfen hast,

dann möchte ich dich sehr herzlich in mein Webinar einladen!

Am 01.12.2016 geht es los! Um 20 Uhr.

Und hier kannst du dich dafür anmelden:

Hier anmelden für dein Webinar

 

Puh, jetzt bin ich aufgeregt! Und ich freue mich wie verrückt auf dich! 🙂

Deine Wiebke

 

 

 

 

 

 

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9 Comments

  • Andreas Heiss

    Reply Reply 22. November 2016

    Hallo Wiebke!

    Sehr schöner Artikel – und vor allem toll bildlich geschrieben – ich konnte mich genau hinein versetzen. Erstens wegen deines sehr guten Schreibstils und auch weil ich ähnliches schon erlebt habe.

    Der von dir beschriebene Moment der Klarheit und des wahren Selbst-Bewusstseins ist ein großartiges Erlebnis und auch ein Game-Changer für sich selber. Dafür lohnt es zu kämpfen und durchzuhalten. Auch wenn temporäre Niederlagen (wie das brutale Feedback von deinem Vorgesetzten) arg schmerzen können.

    Motivierende Geschichte – Danke!

    lg Andi
    von http://www.in-great-shape.com

    • Wiebke Rimasch

      Reply Reply 22. November 2016

      Hallo Andi,

      danke für deinen Kommentar und dein Feedback!

      Und du sprichst was Wichtiges an: Jede/r kennt das aus der Arbeit, wenn man ungefragt ein solches „Feedback“ bekommt.
      Mir ist es daher ein Anliegen, mit meinem Artikel darauf hinzuweisen, dass man sich nicht jeden Schuh anziehen muss! Wenn dir irgendjemand sagt, dass du etwas nicht kannst, dann ist das seine Schublade. Nicht deine! Und manchmal eben ein Hinweis, dass du dich in Strukturen aufhältst, die nicht hilfreich sind.

      Ich wünsche mir so, dass immer mehr Menschen erkennen, dass sie an diesem Punkt sich nicht noch mehr anpassen (verbiegen) müssen, sondern die Rahmenbedingungen für sich ändern! Das ist glaub ich, auch das, was du als „Game-Changer“ bezeichnest?

      Bleib in Form 😉 (hihi, konnte ich mir nicht verkneifen!)

      Viele Grüße,
      Wiebke

      • Andreas Heiss

        Reply Reply 23. November 2016

        Ha – werde mich bemühen 🙂 Hab da aber ein ganz gutes Gefühl 🙂

        Mit Game-Changer meinte ich die eigene Erkenntnis, selber Kontrolle über sich zu haben und selber zu entscheiden wie man auf gewisse Situationen reagiert.

        So dass man nicht mehr fremdgesteuert wird oder auf die Gunst von anderen angewiesen ist.

        Das war meine Interpretation deiner Situation zwischen den beiden Seminaren. Die Rahmenbedingungen ändern trifft es aber auch ganz gut.

        Auf alle Fälle schadet es nicht auch bei kalten Gegenwind weiterzumachen – Durchhaltevermögen zahlt sich sehr oft aus! Jedenfalls ist das meine persönliche Erfahrung 🙂

        lg Andreas

        • Wiebke Rimasch

          Reply Reply 23. November 2016

          Ah, das ist interessant. Dann meinst du mit „Game-Changer“ eines meiner Lieblingsthemen: Selbstverantwortung! Diese Erkenntnis, dass ich mein Leben in der Hand habe, und es gestalten kann, wie ich will, die ist ziemlich zentral für mich. Sie bedeutet für mich echte Freiheit! 🙂 Und wie du es schon schreibst, es ist manchmal auch unbequem. Durchhalten und der Glaube an mich sind dann die Faktoren, die sich für mich aus meiner Klarheit ergeben. Wenn ich weiß, was ich will (und warum ich es will), dann hilft mir persönlich das total. Du kennst das anscheinend – mit deinem Thema hast du dir ja auch etwas ausgesucht, dass ganzen Einsatz und viel Motivation fordert 🙂 Was hilft dir denn, dranzubleiben?

          VG
          Wiebke

  • Andreas Heiss

    Reply Reply 24. November 2016

    Genau – es mündet in den Themen Kontrolle erlangen, Selbstverantwortung übernehmen und sich damit ein großes Stück Freiheit erlangen! Ich liebe dieses Thema auch – es auch so unglaublich wichtig diese Zusammenhänge zu verstehen!

    Ich beschäftige mich schon länger mit diesen Thema und möchte das auch über meinen Blog weitergeben. Also Rahmen oder Aufhänger hab ich dafür meinen Fitnesssport und die damit verbundene körperliche Veränderung gewählt. Sport oder Business folgen sehr ähnlichen Prinzipien, wenn man Erfolg haben möchte bzw. wenn man sich stetig weiter entwickeln will.

    Was mich motiviert?
    Ich tu nur das, was mir Spaß macht bzw. für was ich Leidenschaft empfinde. Egal ob Arbeit (bin ein kleiner Manager) oder Fitness – ich bin eigentlich immer voll dabei.
    Was mir sehr hilft ist mit tollen Menschen zusammen zuarbeiten (wie meine Kollegin Anja oder mein Team) und meine Zielsetzungen (die ich sehr ernst nehme).

    lg Andreas

    • Wiebke Rimasch

      Reply Reply 25. November 2016

      danke für deine Antwort!
      Ich finde es immer wieder spannend, wie sehr sich doch die Wege überschneiden, egal, was man macht und wer man ist: Dieses Bedürfnis nach Freiheit und Selbstbestimmung findet sich immer wieder.
      Und wenn man – so wie du – einen Weg gefunden hat, sich das zu erfüllen und zwar mit Spaß und Leidenschaft und den richtigen Menschen um sich herum: Wow! Ich finde das sehr inspirierend, dass es einfach für jeden einen stimmigen Weg gibt!

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