sharing is caring – wie dich Kooperation persönlich weiter bringt UND alle anderen auch!

Wenn du in deinem Job, in deinem Leben nicht so richtig glücklich bist …

Oder gerade schon bereits die Dinge, die dich nerven, veränderst …

… dann gerätst du eventuell (so wie ich) schnell in einem „Kampfmodus“:

Augen zu und durchgebissen!

Da entsteht dann schnell der Gedanke „Ich gegen den Rest der Welt“. Und „Ich bin alleine, niemandem geht es so wie mir“.

Ist das so?

„Musst“ du das wirklich alleine schaffen? Gibt es keinen Menschen, der dich unterstützen kann?

Ich habe das  oft gedacht, dass ich „da durch muss“ – ohne mal auf die Idee zu kommen, zu schauen, wie ich es mir leichter machen kann: Mit Unterstützung!

Dabei ist es doch unglaublich wertvoll, jemanden an seiner Seite zu haben. Als emotionale Unterstützung, als Ratgeber, als ehrlichen Feedbackgeber usw.

Und es kann auch unglaublich schwierig sein, solche Menschen zu finden. Sie um Unterstützung zu bitten. Ihnen Hilfestellung zu geben.

Ich habe denke immer, dass ich total unabhängig sein muss. Also fällt es mir echt schwer, um Hilfe zu bitten.

Gleichzeitig darf ich aber immer mehr die Erfahrung machen, wie viele hilfreiche Menschen um mich herum sind. Sie sind großzügig und kooperativ. Es sind Menschen, die ich virtuell und im „realen“ Leben treffe.

Sie alle eint der Wunsch: Mit anderen eine tiefe, ehrliche Verbindung einzugehen. Großzügig zu sein, im festen Vertrauen darauf, dass es einen Kreislauf von Geben und Nehmen gibt. Sie sehen es als einen Beitrag, um die Welt freundlicher und warmherziger zu gestalten.

Ich werd‘ mal pathetisch:

Dahinter steckt der Glaube, dass wir Menschen eigentlich sehr kooperativ sind.

Zugegeben: Das ist in den letzten Jahrhunderten gewaltig in Vergessenheit geraten. Stattdessen ist eine Konkurrenzkultur entstanden. Und jetzt ist es an der Zeit, diese einzutauschen.

Du hast nämlich keine Lust mehr, dauernd den Ellenbogen rauszuholen! In der Straßenbahn, im Geschäft, im Job. Du willst nicht in jedem Meeting wie ein Gorilla auf deine Brust trommeln, um Stärke zu beweisen. Du siehst nicht ein, warum Führung bedeuten soll, dass andere dominiert werden. Du glaubst nicht, dass jemand weniger wert ist, weil er ein anderes Geschlecht, eine andere Hautfarbe, ein anderes Alter usw. hat.

Das ist so 19. Jahrhundert!

Trotzdem spielen viele noch in diesem Spiel mit.

Gleichzeitig gibt es eben immer mehr von diesen Menschen, die die Regeln ändern. Hin zu Kooperation, Augenhöhe und Unterstützung. Im Job, im Privaten, in der Gesellschaft.

Bist du eine davon?

Willst du mehr davon in deinem Leben haben?

Dann lass uns gemeinsam die Welt verändern! 

Deine UND die der anderen! Schaffe dir ein starkes, kooperatives Netzwerk!

Hör auf, dich allein durchwursteln zu wollen. Unterstütze andere! Bitte andere um Unterstützung!

Wie? Darum geht es jetzt!

2 Dinge halte ich für entscheidend: Deine eigene Haltung und dein Verständnis vom selbstbewussten Geben und Nehmen.

1. Deine eigene Haltung

Deine innere Einstellung ist entscheidend! Setzt du auf Kooperation, Vertrauen und Großzügigkeit?

Häufig ist es so, dass wir aus einer Welt des Mangels kommen: Es gibt nicht genug für alle (nicht genug gute Jobs, nicht genug Geld, nicht genug Wertschätzung usw). Wer so denkt, wird vor allem darauf schauen, nicht zu viel abzugeben. Macht ja auch Sinn: Niemand will am Ende „mit leeren Händen“ da stehen.

Zusätzlich kommt der Faktor des Vergleichens dazu:

Ein Vergleich bedeutet immer ein Ungleichgewicht. „Der hat mehr oder weniger von etwas: Schlauer, schöner, schneller, reicher …“ Das Resultat ist, dass ich mich besser oder schlechter fühle als mein Gegenüber. Wie es mir wirklich geht, weiß ich allerdings nicht. Ich kenne mich nur im Vergleich. Teilen geht dann schlecht. Evtl. habe ich dann ja weniger – oder der, den ich unterstützt habe, ist am Ende schlauer, schöner, schneller usw. als ich!

Alles nicht besonders förderlich, wenn es doch eigentlich darum gehen soll, sich gegenseitig weiter zu helfen, oder?

Daher nun der Paradigmenwechsel: In der „Welt der Fülle“ gibt es genug für alle.

Klingt seltsam? Bisschen esoterisch?

Ja, das kann ziemlich revolutionär sein! Ich sage nicht, dass die Welt bereits so ist. Ich denke, dass es darum geht, immer mehr ein solches Bewusstsein zu schaffen.

Und sich selbst immer wieder zu hinterfragen „In welcher Welt bin ich gerade? Glaube ich, dass es nicht genug gibt / vergleiche ich mich und was hat das für eine Wirkung auf mich“?

2. Dein Verständnis vom selbstbewussten Geben und Nehmen

Spoiler Alert: Es geht NICHT darum, dich strategisch zu verhalten, also zu schauen, wer für dich, deine Karriere usw. nützlich sein kann. Es geht darum, so zu Geben, dass das alleine schon ein Geschenk ist! Weil du den Menschen magst. Weil du ihn dadurch wachsen siehst. Weil du dadurch Wirkung hast.

Gib. Gib viel und mit Freude. Gib, was du geben kannst: Zeit, Expertise, Warmherzigkeit, emotionale Unterstützung usw.

„Häh, aber dann werde ich doch ausgenutzt?!“

Wenn ich vom Geben spreche, dann meine ich: Gib selbstbewusst. Das heißt für mich, nicht zu allem „Ja und Amen“ zu sagen. Ein „selbst-bewusstes“ Geben setzt ein Wissen um deine Ressourcen voraus. Du weißt genau, wie viel Zeit, Kraft und Liebe du gerade zur Verfügung hast. Du kennst deine Grenzen – und kannst sie klar kommunizieren. Du weißt auch um das Geschenk des selbstbewussten Gebens: Ein Energieschub, der dir zeigt, dass du etwas Wunderbares getan hast. Selbstbewusstes Geben kostet dich KEINE Ressourcen. Es ist ein Geschenk, zu geben.

Genauso ist es auch beim Nehmen:

Nimm. Nimm viel und mit Freude. Bitte um das, was du brauchst. Wähle, was für dich hilfreich und unterstützend ist.

„Ja, aber – macht mich das nicht abhängig?“

Auch hier gibt es ein selbstbewusstes Nehmen: Dieses erkennst du daran, dass du auf Augenhöhe um etwas bittest. Du bist nicht angewiesen auf das Verhalten einer bestimmten Person. Du und dein Gegenüber, ihr wisst, dass eine „echte“ Bitte immer bedeutet, die Wahlfreiheit zu haben, ob man dieser entspricht.

Nehmen kann so wunderbar sein. Und manchmal ist das Geschenk, das du bekommst so groß, größer als du. Dann gibst du es weiter:

Mich hat bspw. eine Kollegin über einen jahrelangen Zeitraum mit Unterstützung reichhaltig beschenkt. Sie hat an mich geglaubt. Immer. Sie hat mich „groß gedacht“, in einer Zeit, in der ich mich selbst nur klein gefühlt habe. Das war unglaublich wohltuend. Es hat mein Selbstvertrauen wachsen lassen. Und mich so erfüllt, dass ich dies an andere weiter verschenken möchte.
(Bestimmt hattest auch du ein solches Erlebnis – wo hat dich ein Mensch mal so unterstützt, dass es dich noch heute berührt und du es auf eine ähnliche Weise machen möchtest?)

Trotzdem fällt es manchmal so verdammt schwer, um etwas zu bitten! Etwas nehmen, das kann bedeuten gierig, undankbar oder unverschämt zu sein. Die Angst, in „der Schuld des anderen zu stehen“ ist groß. Dahinter steckt die noch viel größere Angst „zu viel zu verlangen“, seine Bedürfnisse zu zeigen = bedürftig zu sein, verletzlich zu sein.

Was kannst du da tun?

1. Es dir bewusst machen. Du hast wahrscheinlich gelernt, so zu denken. Und jetzt ist es an der Zeit, eine neue Denkweise zu kreieren. Welche ist für dich passend?

2. Es mit dem Gegenüber besprechen – wie sieht er/sie das? Und was für einen Weg könnt ihr finden, damit es euch beiden damit gut geht?

3. Deinen eigenen Umgang mit dem Geben reflektieren. Kannst du selbstbewusst geben? Denkst du selbst, dass dein Gegenüber dir durch sein Nehmen in irgendeiner Weise verpflichtet ist? Was ändert sich, wenn du diesen Gedanken immer mehr aufgibst?

4. Groß denken und träumen: Wenn alle um dich herum selbstbewusst geben und nehmen: Was wäre dann auf einmal alles möglich? Welche neuen Formen von Vertrauen, Unterstützung und Gemeinschaft würden dann entstehen? Welches Wachstum wäre für jeden einzelnen und alle gemeinsam dann möglich? Stell dir vor: Jede sorgt für sich UND die anderen!

„Utopisch!“ denkst du?

Mag sein.

Doch wenn das alles bereits im kleinen Kreis möglich ist, warum soll es dann nicht funktionieren, wenn du deinen Kreis ein wenig erweiterst? Und dann nochmal größer machst? Schritt für Schritt? Erst du, dann dein Umfeld – und irgendwann die ganze Welt?

Probier es aus!

Und erzähl mir davon! Wie siehst du das? Was sind deine Erlebnisse mit dem Geben und Nehmen? Was hast du an Schönem, Frustrierendem usw. erlebt? Schreib es mir in die Kommentare!

 

 

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5 Comments

  • Melanie

    Reply Reply 12. November 2016

    Toller Artikel, Wiebke! 🙂 Passt so wunderbar zu unserem Gespräch am Donnerstag!

    • Wiebke Rimasch

      Reply Reply 14. November 2016

      danke dir! ja, das stimmt, da habe ich gar nicht dran gedacht 🙂

  • Christine

    Reply Reply 14. August 2017

    Vielen Dank für den starken Artikel, Wiebke. Er spricht mir an mehreren Punkten aus dem Herzen. Kooperation und auch Führung auf Augenhöhe. Selbstbewusst und großzügig geben ohne taktische Erwägungen. Und auch mir wurde es nicht in die Wiege gelegt, locker um Hilfe zu bitten. „Stark sein“ und „das musst du allein packen“ raunen zuweilen in meinem Kopf. Immerhin höre ich das inzwischen und kann dann auch auf Menschen zugehen und sie um Unterstützung bitten. Auch wenn’s manchmal noch schwer fällt. Du hast Recht – die Welt wird ein besserer Ort, wenn wir uns gegenseitig unterstützen und ermutigen. Toll die Story von deiner Kollegin, die das für dich über ein Jahr hinweg getan hat.
    Alles Liebe
    Christine

    • Wiebke Rimasch

      Reply Reply 23. August 2017

      Danke dir Christine,

      ich erinnere mich auch regelmäßig daran, dass ich fragen kann. Und freue mich immer sehr, wenn ich „aus vollem Herzen“ etwas geben darf – ich habe dabei so manches mal auch meine Kollegin im Kopf, die das für mich damals getan hat. Vorbilder (im besten Sinne) wirken!

      Liebe Grüße,
      Wiebke

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