Mehr Selbstbewusstsein im Job (und Leben) – der 6-Punkte-Plan

Wenn du in deinem aktuellen Job nicht glücklich bist und den Wechsel planst (oder davon träumst), dann empfehle ich dir, ein bisschen aufzupassen:

Dass sich das Ganze nicht wiederholt!

Denn so ein fieser Job nagt an einem. Er macht dich fertig, entweder, weil du denkst, dass du nichts Sinnvolles schaffst. Oder sogar, weil du den Eindruck bekommst, nicht gut genug / irgendwie anders zu sein.

Kurzum: Dein Selbstbewusstsein, dein Vertrauen in dich leidet darunter. Gerade, wenn du eh schon der grüblerische Typ bist.

Wenn du in dem Zustand bist, fällt es schwer, rauszukriegen, wie ein guter neuer Job für dich aussieht (weil du nicht an dich und deine Fähigkeiten glaubst) oder in deiner aktuellen Arbeit etwas zu ändern.

Darum ist der erste Schritt, erstmal für dich zu sorgen. Für dein „Selbst-Bewusstsein“. Ich schreibe das mit Bindestrich, weil es tatsächlich darum geht: Dich selbst zu kennen (Bewusstsein) und danach zu handeln (Selbstbewusstsein).

Konkret empfehle ich dir diese 6 Punkte:

1. Lerne, Nein zu sagen

Wenn du tun willst, was DU willst, dann bedeutet das auch, dass du sagst, was du NICHT willst. Wenn du dich „abarbeitest“ – im wahrsten Sinne des Wortes – ständig Dinge machst, die dich Energie kosten, die du unnötig und unerfreulich findest, zeigt das, dass du dich ernst nimmst. Und es setzt Ressourcen frei, die du für die relevanten Dinge einsetzen kannst.

Das bedeutet, dass du erkennst, wo deine Grenzen sind und dass du sie anderen deutlich machst.

Beides ist ein großer Schritt!

Bedeutet es doch, auf einmal zu sagen, was du NICHT willst – und: nicht mehr die „nette“ Kollegin, Freundin, Partnerin zu sein, die „noch mal eben schnell“ was wegschafft.

Wir haben gerade als Frau gelernt, dass unsere Grenzen weniger wichtig sind. Das zeigt sich, indem wir ständig über unsere Bedürfnisse gehen – und es anderen gestatten, dies ebenfalls zu tun. Das Fatale ist, dass wir zusätzlich auch noch die Bedürfnisse anderer höher gewichten. Nun sitzt du also doppelt in der Patsche: Während deine eigenen Bedürfnisse unerfüllt bleiben, verausgabst du dich auch noch dabei, die der anderen zu erfüllen. Zumal das „mal eben schnell“ gleichzeitig eben diesen Einsatz von dir kleiner macht …

Dieses starke Ungleichgewicht frustriert unglaublich.

Bedürfnisse? Hab ich nicht!?

Je weniger du dich um dich selbst kümmerst, dich nicht ernst nimmst, desto mehr verkümmert auch dein Wissen um deine eigenen Bedürfnisse. Du bist es dann gewöhnt, dich als erstes um andere zu sorgen, dich hinten anzustellen.

Doch wenn du deine Bedürfnisse nicht ernst nimmst, wie sollen es dann die anderen tun?

Mach dir klar: In dem Moment, in dem du „NEIN“ sagst, sagst du „JA“ zu dir selbst. Und das bringt uns schon zum nächsten Punkt:

(Psst: wie genau du wirkungsvoll „Nein“ sagst, wird Thema eines der nächsten Artikel!)

 

2. Lerne, „Ja“ zu sagen 

Genauso wichtig, wie ein klares „Nein“, ist ein „Ja“, das von Herzen kommt. „Ja“ zu dem, was dir wichtig ist, was du gerne machen willst – „Ja“ zu dir selbst!
Um ehrlich „ja“ sagen zu können, brauchst du die Fähigkeit „Nein“ sagen zu können.

Denn: Nur wenn du die freie Wahl hast, ist dein „Ja“ auch echt.

Beginne also, langsam immer mehr herauszufinden, wann du zustimmst, weil …

  • du es so gewöhnt bist („macht man so“)
  • du nicht unhöflich sein willst oder um des lieben Frieden willens („jetzt sei doch nicht so“)
  • du dich selbst nicht ernst nimmst („es macht doch kaum Aufwand, wenn ich das jetzt tue“)
  • du Angst hast, sonst als „zickig“ oder „aggressiv“ zu gelten
  • du eigentlich keine Wahl hast, sondern Forderungen und Erwartungen (auch eigenen) gegenüber stehst

Frage dich dann, WAS DU willst. Und dann beginne, „Nein“ zu sagen, wenn es dir nicht passt, und „Ja“, wenn es stimmig ist. Mach das schrittweise, so dass du dich (und die anderen :)) daran gewöhnst.

Schritt 1 und Schritt 2 sind übrigens eng verwandt mit diesem hier:

 

3. Übernimm Verantwortung.

Für dich. Wenn du nicht glücklich bist, dann bist du es, die das ändern kann. Hab keine losen Erwartungen, sondern entwickle Klarheit über deine Ziele und Wünsche. Und dann sorge selbst dafür, dass du sie erreichst. Ja, es scheint manchmal verlockend, darauf zu setzen, dass andere dafür sorgen.

Manchmal ist es unbequem, ständig die Verantwortung zu tragen.

Äh, halt! Stimmt das eigentlich?

Was macht es dir denn schwer, verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen? Deine Angst vor negativen Konsequenzen! Die Sorge, dass diese unangenehm werden, dass du dich falsch entscheidest!

Du möchtest dann die Verantwortung loswerden, wenn du glaubst, nicht in der Lage zu sein, für dich einzustehen?

Es ist also nicht zu viel Verantwortung – du traust dir einfach nur wenig zu!

Mach dir also klar:

Wann immer du hoffst, dass der Ritter auf dem weißen Pferd kommst, dann fehlt dir eigentlich nur der Glaube an dich selbst!

Das Gute ist: Daran kannst du arbeiten! Selbstwirksamkeit und Selbstbewusstsein lässt sich mit simplen Mitteln effektiv steigern (wie, das zeige ich dir in den nächsten Wochen!)

 

4. Finde etwas, das dich weiter bringt 

Zuallererst: Was genau, ist fast egal. Es sollte halt etwas sein, dass auch darauf abzielt, dich bei deiner Entwicklung zu unterstützen. Da kann Yoga sein. Oder Schreiben. Oder jegliches Persönlichkeitsentwicklungsseminar. Hauptsache ist, dass du etwas findest, was dir dabei hilft, immer mehr bei dir anzukommen. Und das ist bei uns Menschen halt sehr unterschiedlich. Bei mir ist es zB die GFK, die mir eine ganz neue Haltung zum Leben geschenkt hat.

Aber weißt du, die Welt ist groß und bunt. Für manche sind es wieder ganz andere Dinge, wie zB Reisen (hast du schon das aktuelle Berufungs-Bild von Lisa gelesen?). Auch meine Erfahrungen als Mutter würde ich mit als eine der herausforderndsten Formen der Selbstentwicklung bezeichnen. (P.S. liebe Alleinerziehende, die das hier lesen: Meinen tiefsten Respekt!)

Bei deiner Wahl solltest du eigentlich nur darauf aufpassen, dass es nicht dogmatisch wird. Wenn es nur noch die reine „Lehre“ gibt, Kritik und aus-der-Reihe-tanzen generell nicht erlaubt sind, würde ich vorsichtig werden. Ob du gut aufgehoben bist, merkst du übrigens auch daran, wie leicht dir dort „Nein“ und „Ja“ sagen fällt.

Und aus diesem Punkt entsteht dann auch schon der nächste:

 

5. Wähle deine Einstellung zum Leben

Wenn du gefunden hast, was dich trägt, kann daraus deine bewusste Haltung zum Leben entstehen. Diese filtert, wie du die Welt verstehst, wie du dich in ihr bewegst. Letztendlich ist alles, was du siehst, hörst und fühlst, eine Bewertung durch deinen eigenen Filter.

Ich rede nicht von der rosaroten Brille – aber eben auch nicht von der pessimistisch-schwarzen. Es macht einfach einen klaren Unterschied, ob du denkst, dass du dich durch dein Leben kämpfen musst oder ob du dich sicher und geborgen fühlst.

Letzteres ist nicht einfach, denn häufig wachsen wir mit der Botschaft auf, dass wir eben doch auf uns allein gestellt sind. Das bedingt einander: Wenn ich denke, dass die anderen mir feindlich gesinnt sind, dann lasse ich auch niemanden an mich ran (oder suche mir Menschen, die genauso drauf sind). Ich bin also wirklich allein. Niemand kümmert sich um mich, warum sollte ich mich dann um andere kümmern? (siehe hierzu auch den 6. Punkt)

Ein Kreislauf. Den du selbst beenden kannst. Das schaffst du, denn du bist ja schon geübt in Schritt 3: Verantwortung für dein Leben übernehmen 🙂

 

6. Umgib dich mit Menschen, die ähnlich ticken

Wenn du denkst „nur Idioten um mich herum“, dann ist das vielleicht einfach eine Frage der Haltung (s. Schritt 5) — oder du hast Recht 🙂

Seien wir ehrlich: Es ist manchmal ganz schön schwierig, wenn man irgendwie die einzige ist, die von einem besseren Job oder einer Selbständigkeit träumt. Wenn um dich herum nur Menschen sind, die sich damit abgefunden haben, dass sie ihre Arbeit blöd finden, kommst du dir schnell sehr exotisch vor.

Die große Frage ist doch: Mit wem willst du dein Leben teilen? Das können alle möglichen Menschen sein:  PartnerInnen, FreundInnen sein, aber auch „Blutsschwestern“ (und „-brüder“), Kollegen, Familie usw.

Menschen, die dir gut tun und denen du gut tust.

Genau das ändert sich manchmal, wenn du dich änderst. D.h., wenn du dich auf den Weg machst, wirst du feststellen, dass nicht alle mitkommen. Und das manche überzeugt sind, dass deine Ideen nur eine unrealistische Träumerei sei. Das ist meist eine schwierige Situation, denn häufig sind diese Menschen sowas wie ein „Schwellenhüter“, d.h. an ihnen kannst du nochmal ganz deutlich erkennen, was deine alten Glaubenssätze und Muster sind.

Wenn dir nun also eine alte Freundin sagt, dass „man nicht alles haben kann und Arbeit nun mal kein Zuckerschlecken ist“, dann kann es gut sein, dass du unsicher wirst. Weil deine alten Glaubenssätze „Arbeit muss hart sein und macht niemals Spaß“ anspringen. In solchen Momenten ist es gut, dir klar zu machen, dass da etwas in deiner alten Freundin UND dir getriggert wird.

Es ist dann eine Frage deiner neuen Einstellung, deiner Selbstverantwortung, ob du dich dem alten Muster wieder hingibst oder behutsam weiter gehst. Ganz im Wissen, dass da noch einiges altes in dir aktiv ist und es etwas Zeit und Erfahrungen braucht, bist du dich davon lösen kannst. Und vielleicht brauchst du für diese Transformation auch Unterstützung und Austausch. Gut, wenn du dann dafür hilfreiche Menschen um dich herum hast!

Menschen, mit denen du Leidenschaften, Inspiration, und Unterstützung teilst

Genauso kannst du ihnen mit deiner Hilfestellung, deinem Wissen etwas geben. Damit ihr zusammen vorankommt. Das ist das wunderbare am Teilen:

Das Schwierige wird weniger, das Gute wächst!

 

Das ist auch quasi das Motto meines Artikels: Wenn du dich mit dem beschäftigst, was dir hilft, mehr in deinem Sinne zu handeln, dann wird das Gute immer mehr. Und du kannst ganz anders mit deinen Herausforderungen fertig werden. Echtes Selbst-Bewusstsein halt 🙂

Mich interessiert jetzt: Hat dir der Artikel geholfen? Welche der Punkte lebst du schon – und wo glaubst du, hakt es bei dir noch? Schreib es mir in die Kommentare!

Liebe Grüße;

Wiebke

 

P.S. Falls du Hilfe beim Umsetzen möchtest, findest du diese in meinem ebook „ICH MACH DAS JETZT! Wie du Veränderungen richtig anpackst und deine Ziele erreichst – 14 Umsetzungs-Strategien, die funktionieren!“ 

 

 

 

 

 

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2 Comments

  • Sonia Jaeger

    Reply Reply 28. Februar 2017

    Sehr schöner Text mit vielen hilfreichen Tipps! Ich persönlich bin den Weg schon gegangen und genieße nun das Leben als selbständige Psychologin und digitale Nomadin. Gerade Dein Tipp #6 ist mir dabei besonders wichtig in meinem neuen Berufsleben. Durch mein Nomadendasein sind zwar viele meiner Kontakte online, aber deshalb nicht weniger wichtig (vielleicht ist es so sogar etwas einfach sich das passende Netzwerk aufzubauen) 🙂

    liebe Grüße aus Australien,
    Sonia

    • Wiebke Rimasch

      Reply Reply 28. Februar 2017

      Hallo Sonia,

      danke für deinen Kommentar!
      Australien klingt gut – du hast es bestimmt wärmer 🙂 die Flexibilität des online Arbeitens ist wirklich toll, ich genieße das als Mutter auch sehr. Keine Wegezeiten und alles um mein Kind herum bauen – nur diese schönen Bilder, auf denen Frauen mit Laptop UND Kind zu sehen sind – die sind echt Quatsch 😉
      Mir gefällt es auch, das es so leicht ist, neue Kontakte zu finden. Auch privat. Dafür nutze ich das Netz echt gern. Und es ist einfach ein so wichtiger Faktor, man muss sich einfach nicht alleine durchbeißen!

      Jetzt geh ich mal schauen, was du so machst 🙂

      Liebe Grüße an dich!
      Wiebke

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