Wie du dich auf das konzentrierst, was für dich wichtig und beeinflussbar ist

Mal ehrlich: Jammerst du?

Beschwerst du dich über deine Situation? Bist du manchmal der Meinung, dass alles ungerecht ist und die Welt gegen dich?

Mach ich auch.
Machen wir alle.

Fakt ist: Wir alle sind immer wieder nicht „Herrin der Lage“. Wir stecken in Strukturen, die uns nicht gut tun. Wir finden uns in Situationen wieder, die kaum auszuhalten sind:

  • Das kann deine gruselige (angestellte) Arbeit sein. Du fühlst dich fremdgesteuert, ausgeliefert. Deine Vorgesetzten machen dir täglich unsinnige Vorgaben, die Abläufe in deiner Firma sind festgefahren, ineffizient und bürokratisch. Selber denken und handeln ist nicht gern gesehen.
  • Wenn du Führungsverantwortung hast, stößt du immer wieder an die Grenzen deines Gestaltungsspielraums, weil du den Spagat zwischen den Vorgaben von ganz oben und der Realität in deinem Team kaum schaffst.
  • Das kann durchaus auch deine Selbständigkeit sein (ich weiß, wovon ich rede …): Das Hamsterrad, die ständige Arbeit, die unsicheren Aufträge, die nervigen Kunden (nein, nicht du ;))

Also Jobs, wie ihn ungefähr 80% aller Menschen so haben: Nervig, frustrierend, nicht erfüllend.

Für manche wird das dann zum Lebensgefühl: Es gibt eine Grund-Unzufriedenheit: „Ich werde ständig gegängelt und eingeschränkt.“

„Ich bin ein Opfer meiner Umstände“

Ich sehe diese Menschen immer wieder. Sie schauen missmutig in die Welt und denken, sie seien machtlos. Statt klar zu sagen, was sie denken und brauchen, reagieren sie fast trotzig.

Ihre „Rache“: das stete Jammern. Ihr Glaube: sie können eh nichts ändern.

Ich glaube nicht, dass du so drauf bist – sonst würdest du das hier nicht lesen.

Es kann aber sein, dass du dich immer mal wieder in Situationen wieder findest, in denen du dich im Kreis drehst. Privat oder beruflich.

  • Es kann bspw. sein, dass du deinen Job von Herzen liebst – wenn nur die Kollegen, die Chefs, ach, die ganze Firma! nicht wäre …
  • Oder es kann sein, dass du gerade mitten drin steckst, in deine Berufung zu starten (Hurra! Herzlichen Glückwunsch!). Und jetzt in der Übergangszeit in einem blöden, aber dich finanziell absichernden „Brotjob“ steckst.

Wenn du dich also bewusst für eine Arbeit mit ungünstigen Rahmenbedingungen entscheidest, bedeutet das nicht, dass du dich nun „auslieferst“.

Nein, es bedeutet eine Chance:

  • Zeit zu sparen
  • Deine Nerven zu schonen
  • Deine Energie nicht zu vergeuden
  • Etwas zu bewirken statt zu bejammern
  • Mit der Erfahrung von Beschränkungen (und dem Umgang damit) zu wachsen!

Wie machst du das?

Durch konsequentes Handeln in deinem Einflussbereich – da, wo du was bewirken kannst!

Wer jammert und ständig um das Unabänderliche kreist, befindet sich weit weg von seinem Einflussbereich. Dieser Mensch ist in seinem Bedenkenbereich. Es geht um „hätte“, könnte, „würde“.

„Hätte ich die Möglichkeit, dann würde und könnte ich …“

Diese Tabelle zeigt dir die Unterschiede von Einfluss- und Bedenkenbereich:

einflussbereich-tabelle
Du hast es schon rausgefunden, oder?

Der Knackpunkt bist du!

Oder eher: Dein Verhalten, ja auch deine Haltung entscheidet.

Du kannst „die anderen“ nicht ändern. Du kannst die Situation häufig nicht ändern.

Aber du selbst kannst es jedes Mal aufs Neue.

Damit ist weit mehr als Anpassungsfähigkeit im positivsten Sinne gemeint.
Und es ist mehr, als nur die Situation umzudeuten, die Perspektive zu wechseln:

Handeln in deinem Einflussbereich meint, dass du dich immer (mehr) damit beschäftigst, was du konkret tun und ändern kannst. Je häufiger du das machst, desto stärker wird auch dein Einflussbereich: Du wirst besser darin, deine Wirksamkeitsbereiche zu erkennen.
Du bekommst tatsächlich mehr Einfluss: In deinem Job, weil du diejenige bist, die es schafft, Dinge anzuschieben. Weil du gesehen wirst, als die, die nicht einfach alles hinnimmt, sondern aktiv gestaltet.

Das hat auch eine Wirkung auf andere. Einige werden dich nervig finden, weil du dich nicht der Passivität hingibst. Einige werden dich inspirierend finden. Und du wirst auf Menschen stoßen, die genauso wie du handeln. Die letzten beiden Gruppen sind interessant für dich! Je mehr du dich mit ihnen umgibst, desto besser gelingt dir dein Wachstum in deinen Einflussbereich. Du wirst immer geübter darin, dir das zu suchen, was dir gut tut.

Du erkennst deine Chancen und Möglichkeiten leichter und schneller.

Je weniger du dich in deinem Bedenkenbereich aufhältst, desto kleiner wird er. Diese vielen nervigen Nickeligkeiten – sie betreffen dich dann einfach nicht mehr. Oder zumindest nicht mehr so stark.

Dein Gedankenkarussell hört auf, sich zu drehen.

Du steckst deine Energie, Zeit und Nerven in das, was für dich relevant ist. Du lernst noch mehr, selbstverantwortlich zu leben – und auch, was für dich elementar ist, um gut zu arbeiten und zu leben.

Wenn du bspw.  feststellst, dass du die einzige bist, die irgendwas im Unternehmen bewegt. Und der Rest sich entschieden hat, mit „das machen wir schon immer so“, durch den Arbeitstag zu kommen. Dann kann es gut sein, dass du dich entscheidest, noch mehr in deinem Einflussbereich zu sein: In einer Firma nämlich, in der du geschätzt wirst 🙂 Und weil du mittlerweile geübt darin bist, deine Möglichkeiten zu erkennen, wird dir auch die Jobsuche leichter fallen!

Und damit sind wir schon fast am Schluss und wieder am Anfang dieses Artikels: Dem Jammern! Mir ist nämlich wichtig, dir zu sagen: Du bist nicht der Papst. Wenn dir also mal alles und jeder dumm kommt, dann ist das gut und wohltuend, das zu beklagen.

Wenn du dich nicht darin verlierst und danach deinen Fokus wieder auf deinen Einflussbereich richtest.

Apropos: Tu das doch mal jetzt!

Vergrößere deinen Einflussbereich!

  1. Such dir die Dinge raus, die dich nerven, die du gerne bejammerst und beklagst (im Job oder auch privat).
  2. Prüfe dann, welche davon in deinen Einfluss- und welche in deinen Bedenkenbereich fallen.
  3. Überlege dir dann, was du konkret tun kannst, um die beeinflussbaren Dinge anzupacken – und die nicht beeinflussbaren Dinge aus deinem Fokus zu nehmen

… und wenn du magst, dann sag doch mal: Jammerst du? Oder wie gehst du mit Situationen um, in denen du dich machtlos und passiv fühlst?

Ich freue mich über einen Kommentar 🙂

Liebe Grüße,
deine Wiebke

 

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