4 Schritte wie du dir mehr deiner Möglichkeiten bewusst wirst – und worum es dir wirklich geht

Was ist eigentlich das Schwierige daran, rauszufinden, was du wirklich willst? Eben kurz nachgedacht und dann sollte es doch gut sein?

Naja.

Ein paar mehr Faktoren kommen noch dazu – weißt du längst, klar.

Ich möchte die hier einen wichtigen vorstellen:

Dir deiner Möglichkeiten bewusst zu werden!

Im Ablauf von „Aktuelles Problem/Herausforderung“ (bspw. neeeerviger Job!) zu „Lösung/Ziel“ (bspw. hammermäßiger Job!) gibt es nämlich noch einen Zwischenschritt, über den häufig hinweggestolpert wird:

„Möglichkeitengenerierung“

Ja, denn oft erlebe ich, dass es schon sehr früh darum geht, eher eine fixe Idee („so und nur so muss das gehen“) zu verfolgen, statt genau zu schauen, was NOCH möglich ist – und worum es dir eigentlich geht.

Du hast dich dann schon für eine Lösungsstrategie entschieden, ohne dir vorab anzuschauen, ob Lösung und Lösungsweg für dich stimmig sind.

Das wird problematisch, wenn du merkst, dass deine „Lieblingsstrategie“ nicht aufgeht: Du wirst frustriert, zweifelst an deiner Idee, an dir selbst. Du gibst auf.

Oder du fängst überhaupt gar nicht an.

Weil dein Traum vielleicht gar nicht dein Traum ist?!

Ein Beispiel: Viele Menschen, die in ihrem Job unglücklich sind, denken, dass Selbständigkeit DIE Lösung für sie ist. Nur raus aus der Fremdbestimmung und endlich keinen Chef mehr! Logisch: Ich muss gründen! 

So denken viele.

Doch warum sprechen sie immer nur davon – ohne es jemals zu tun?

Weil sie zu kurz denken:

Für manche ist Selbständigkeit DIE Lösung, DAS Ziel.

Und für manche ist Selbständigkeit eine von MEHREREN möglichen Strategien um ein übergeordnetes Ziel zu erreichen!

Da ist der Knackpunkt: Die Unterscheidung zwischen Strategie und Ziel.

Mit meiner Strategie (hier: Selbständigkeit) erfülle ich mir mein eigentliches Ziel (hier: Selbstbestimmung und Unabhängigkeit).

Wie kannst du diese Unterscheidung machen?

  • Du findest raus, was – auf das aktuelle Problem bezogen – deine grundlegenden Werte und Bedürfnisse sind.
  • Wenn du diese kennst, schaffst du dir den Freiraum, um eine Vielzahl an Möglichkeiten zu entwickeln.

Und wie findest du deine Bedürfnisse und Werte?

Mit Hilfe des kraftvollsten Hilfsmittel, dass du hast:

Eine Art Kompass.

Dein Kompass.

Dein inneres Gespür. Deine Intuition, dein Bauchgefühl, deine Selbst-Empathie (wie du es nennen willst).

Dein Gefühl!

Cool, oder?

Du besitzt bereits alles, um dir selbst auf die Spur zu kommen.

Noch cooler: Wenn du Klarheit über deine grundlegenden Werte und Bedürfnisse hast, triffst du (im wahrsten Sinne des Wortes) selbst-bewusste Entscheidungen. Du machst dann dein Ding, statt den vorgezeichneten (bequemen und angepassten) Wegen zu folgen.

Deswegen bist ja auch hier, oder? Du hast keinen Bock mehr, dich ständig zurück zu halten! Du willst dieser drängenden inneren Stimme folgen, du willst endlich das machen, was DU willst!

Du willst deine Möglichkeiten leben!

Und welche waren das nochmal?

Das finden wir jetzt raus!

Mit viel Gefühl 🙂

Der 4 Schritte-Prozess: 

1. Was ist dein Problem / deine Herausforderung? Skizziere kurz die Situation.

Angenommen, es ist dein Job. Dann ist dein erster Impuls vielleicht „ich will da sofort raus!“ (Das wäre übrigens ein weg-von-Ziel)

Doch lass uns kurz schauen, was noch vor dem Ziel liegt:

2. Dein Gefühl: Wie fühlst du dich, wenn du an deinen Job denkst? Vielleicht unglücklich, genervt, wütend, zerrissen und getrieben?

Du findest hier eine ganze Liste mit Gefühlsvorschlägen. Versuche, immer mehrere Gefühle zu finden (nicht nur traurig und ärgerlich). Je breiter dein Gefühlsspektrum, desto leichter entdeckst du die Bedürfnisse dahinter.

Denn deine sogenannten „negativen“ Gefühle sind ein wichtiger Hinweisgeber. Sie zeigen dir, dass für dich elementare Bedürfnisse (oder auch: Werte) nicht erfüllt sind!

3. Deine Bedürfnisse: Welche Werte sind in deinem Job aktuell nicht erfüllt? Vielleicht Selbstbestimmung, Wertschätzung, Sinn, Wirksamkeit?

Du findest hier eine ganze Liste mit Bedürfnisvorschlägen. Wähle auch hier mehrere aus. Du wirst spüren, welches davon gerade besonders in Not ist.

 

4. Deine Strategien: Wie kannst du dir diese Bedürfnisse erfüllen? Wie lebst du (mehr) nach deinen Werten? Und in welchen Bereichen? Deinem Wunsch nach Wertschätzung kannst du bspw. so erfüllen:

  • indem du dir auf deiner Arbeit aktiv ein wertschätzendes Feedback einholst – und auch eines gibst!
  • In dem du Kollegen vorschlägst, einen bestimmten Umgang miteinander zu pflegen
  • Schau dann auch, wo du dir noch mehr Wertschätzung in dein Leben holen kannst: Wie verhältst du dich selbst anderen gegenüber? Wie sehr lebst du deine Werte? So kannst du bspw. in der Bahn deinem Sitznachbarn ein „Hallo“ oder Lächeln schenken
  • Oder zu Hause, wenn du deiner Familie ungeteilte, aufrichtige Aufmerksamkeit zukommen lässt.

Hast du es gemerkt?

In den obigen Beispielpunkten geht es nicht nur darum, von jemanden Wertschätzung zu NEHMEN, sondern selbst auch zu aktiv GEBEN. Auch das ist Bedürfniserfüllung: Das eigene Handeln ebenfalls danach auszurichten!

Du hast außerdem immer zwei Varianten für deine Strategien zur Verfügung:

  1. Eine Strategie, bei der du selbst für deine Bedürfniserreichung sorgst
  2. Eine Strategie, bei der du jmd anderen bittest, dir dabei zu helfen.

Die erste Variante ist die wichtigste.

Und wird häufig vergessen.

Wir denken oft, dass wir von anderen (meist sind es immer die gleichen), Personen abhängig sind. Dass wir genau diese eine Person brauchen, um unser Bedürfnis zu erfüllen.

Das ist gar nicht so.

Du hast immer Alternativen.

Das ist großartig, weil es dich aus der Abhängigkeit und aus verstrickten Beziehungen holt. Es bringt dich in deine Selbst-Verantwortung.

In deine Möglichkeiten!

Du selbst kannst immer dafür sorgen, dass du alles hast, was du brauchst!

„Pööh“, sagst du jetzt, „aber es funktioniert ja nicht! Ich habe schon 100mal um ein Feedback gebeten und nix ist passiert!“

Ja, das ist auch ein wichtiger Faktor: Wenn du jemanden anderen bittest, tust du das im Wissen, dass dein Gegenüber ablehnen kann. Weil du Selbstverantwortung und Unabhängigkeit auch anderen zugestehst.

Gleichzeitig bringt dich die klare Antwort (das „Nein“ oder „Ja“) deines Gegenübers weiter: Du weißt, wo du stehst. Du bist wieder handlungsfähig, musst nicht darauf warten, dass dein Gegenüber evtl und vll tut, was du dir wünschst. Es ist eine Entscheidungshilfe. Du weißt, dass du dir nun dein Bedürfnis woanders erfüllen kannst.

Und das kann dann bedeuten, dass du dich tatsächlich entschließt, zu prüfen, ob Selbständigkeit für dich eine stimmige Strategie ist – oder was dich sonst noch näher zu deinen Bedürfnissen und Werten bringt.

Finde es doch einfach jetzt heraus!

Hier nochmal die 4 Schritte, wie du dir deiner Möglichkeiten bewusst wirst.

In kurz und knackig:

1. Benenne die Situation (dein Problem/deine Herausforderung)

2. Finde die Gefühle, die für dich damit verbunden sind (hier nochmal die Gefühlsliste)

3. Finde die hinter den Gefühlen stehenden Bedürfnisse und Werte (hier nochmal die Liste mit Bedürfnisvorschlägen)

4. Entwickle eine Vielzahl an Strategien, dir diese Bedürfnisse zu erfüllen:

4a) Strategien, bei der du selbst dir diese Bedürfnisse erfüllen kannst

4b) Strategien, bei denen du jmd anderen bittest, dich dabei zu unterstützen

Löse dich in den Strategien davon, dass es nur diesen einen Weg / nur diese eine Person gibt, um dein Bedürfnis zu erfüllen. Prüfe, wie du nach deinen Bedürfnissen leben kannst. Bspw. in dem du selbst auch bei anderen dazu beiträgst, das Bedürfnis zu erfüllen.

 

Ich wünsche dir dabei alles Gute! Und lass mich doch teilhaben: Wie denkst du über Möglichkeiten, Strategien und Ziele? Wie findest du raus, worum es dir geht und was zu dir passt?

 

Jetzt bist du dran: Willst du deine Berufung finden und leben? Dann kannst du das hier tun!

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